Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
8.00 - 12.00 Uhr
Dienstag, Donnerstag
14.00 - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Kontakt:
Tel. 0911 / 88 02 88
Fax 0911 / 99 88 021
An der Radrunde 160
90455 Nürnberg
praxis@h-j-strauss.de

Prophylaxe Säugling und Kleinkind bis 4 Jahre

Zahnentwicklung bis zum Alter von 4 Jahren:
Die Milchzähne bilden sich schon von der 6. Schwangerschaftswoche an. Zwischen dem 6. und dem 8. Lebensmonat werden die ersten Zähne sichtbar. „Zahnen” tut manchmal weh, Ihr Baby ist unruhig oder weint öfter. Es dauert zwei Jahre, bis alle Milchzähne durchgebrochen sind.
Wie lagere ich mein Kind „zahngerecht”?
Perfekt ist die Seiten- oder Rückenlage. Damit sorgen Sie für …
- eine gesunde Nasenatmung,
- die richtige Entwicklung des Unterkiefers,
- den kieferformenden Mundschluss und
- eine richtige Zungenlage.
Wenn Ihr Kind durch den Mund statt durch die Nase atmet, kann das Appetitlosigkeit und Schlafstörungen verursachen. Möglicherweise wird das Kind anfälliger für Erkältungskrankheiten und chronische Entzündungen der Nebenhöhle, des Mittelohres oder der Rachenmandeln.
Der Saugreflex ist angeboren und für den Säugling lebenswichtig. Ausgelöst wird er durch das Berühren der Lippen, der Zunge oder des Gaumens. Das Baby befriedigt den Saugreflex durch Daumen- oder Fingerlutschen. Daran sollten Sie Ihr Kind nicht hindern, sondern einen altersgerechten Beruhigungssauger bereithalten – den können Sie später wegwerfen, im Gegensatz zum Daumen, der ist immer „zur Hand”.
Sauger, bzw. Schnuller gibt es in zwei Größen:
- 0 bis 6 Monate
- Ab 7 Monate
Zähneputzen
Liebe Eltern, bitte putzen Sie systematisch nach jedem Essen die ersten Zähne Ihres Kindes.
- Anfangs mit einem trockenen Wattestäbchen
- Fürs erste Jahr gibt es spezielle Lern- und Kinderzahnbürsten.
- Ab dem 2. Jahr hat das Kind dann eine Zahnbürste mit kurzem, weichem Bürstenkopf und kleinem, dickem Handgriff.
- Geputzt wird von „Rot nach Weiß”, alle Außen-, Innen- und Kauflächen werden gesäubert.
- Achtung: Richtiges Zähneputzen muss gelernt werden! Kontrolle und Nachputzen durch die Eltern sind notwendig.
Rund um Ihr/e Kind/er
Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder:
Seit 1. Juli 1999 haben Kleinkinder im Alter von drei bis sechs Jahren Anspruch auf zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen (FU). Parallel zu den wichtigen und jeder Mutter bzw. jedem Vater bekannten U-Untersuchungen beim Kinderarzt ist die zahnärztliche Kontrolle der Mundgesundheit bei Kleinkindern möglich.
Das FU1- bis FU3-Programm beinhaltet:
- Untersuchung der Mundhöhle zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich Beratung
- Feststellung von Zahnfehlstellungen, Kieferanomalien, schädlichen (Lutsch-)Gewohnheiten und Fehlfunktionen
- Einschätzung des Kariesrisikos
- Ernährungs- und Mundhygiene-Beratung der Erziehungsberechtigten mit dem Ziel der Bakterienreduzierung durch verringerten Konsum von zuckerhaltigen Speisen und Getränken (z. B. gesüßtem Kindertee!)
- Anleitung zur frühkindlichen Mundhygiene
Der Zahnärztliche Kinderpass
Da der Entwicklung des Kiefers, der Zähne und der Mundhöhle des Kindes ebenso viel Fürsorge und Aufmerksamkeit zukommen sollte wie allen anderen Fortschritten, haben die Zahnärzte einen „Zahnärztlichen Kinderpass” entwickelt.
In diesem Pass werden alle Vorsorge-Untersuchungen bis zum 6. Lebensjahr des Kindes dokumentiert.
Kinder beim Zahnarzt
Unsere Bitte an Sie: Kommen Sie mit Ihrem Kind, wenn es noch keine Zahnschmerzen hat. Es wird dann die Erfahrung machen, dass ein Zahnarztbesuch etwas Harmloses und Normales ist. Erzählen Sie Ihrem Kind nichts von einem Bohrer. Bitte überlassen Sie die Erklärung der zahnärztlichen Instrumente uns. Wir werden für Ihr Kind zum Teil andere Bezeichnungen der Instrumente haben.
Wir vermeiden bei Kindern das Wort „Spritze” und sprechen von einer „Betäubung” oder von „Schlaftropfen für die Zähne”. Wir haben die Möglichkeit, wirklich schmerzfrei zu betäuben. Vor dem Wort „Spritze” allein könnte Ihr Kind aus Erzählungen von anderen Arztbesuchen Angst haben.
Setzen Sie sich zuerst zur Routinekontrolle in den Behandlungsstuhl und lassen Sie Ihr Kind zusehen. Es wird merken, dass nichts Schlimmes passiert, und eher neugierig als ängstlich sein. Geben Sie Ihrem Kind nicht das Gefühl, dass ein Zahnarztbesuch etwas Besonderes ist. Versprechungen von großen Belohnungen bewirken meist Aufregung und (An-)Spannung.
Sprechen Sie bitte nicht in Gegenwart Ihres Kindes mit anderen über Schmerzen beim Zahnarzt. Ihr Kind hört oft besser zu, als Sie vermuten. Ihr Kind kann selbst sagen, was es will und wo es Schmerzen hat. Lassen Sie Ihr Kind reden und nehmen Sie ihm diese Aufgabe nicht ab. Ihr Kind soll nicht das Gefühl bekommen, dass wir mit Ihnen über sein Schicksal verhandeln, sondern dass wir auf seine Wünsche eingehen. Greifen Sie bitte nicht in unser Gespräch mit Ihrem Kind ein. Sie können darauf vertrauen, dass wir Erfahrung mit der Kinderbehandlung haben.
Bitte versprechen Sie Ihrem Kind nicht, dass nichts weh tun wird. Dieses Versprechen können nur wir geben, wenn es tatsächlich so ist.
Weitere Tipps finden Sie unter www.rundum-zahngesund.de
Vielen Dank!


